Hubertus-Kompanie

Der Wunsch, eine Schützen-Kompanie im sogenannten „Lintorfer Busch“ zu gründen, bestand bereits lange Zeit. Initiatoren waren August Breuer und Hubert Kröll. Am 15. Oktober 1950 war es nun soweit, 35 Männer waren zur Gründungsversammlung erschienen, sie wählten Ferdinand Fitzen, damaliger Bürgermeister Lintorfs, zu ihrem 1. Vorsitzenden. Der neuen Schützengemeinschaft wurde der Name „Hubertus Kompanie“ gegeben.
Kurz nach der Gründung brachte es die Hubertus Kompanie schon zu einer eigenen Fahne, die am Ostermontag, 26. März 1951, feierlich in der St. Anna-Kirche geweiht wurde. Die Fahne wurde nach dem Patron St. Hubertus geweiht und trägt den Wahlspruch: „Für Ordnung und Bürgersinn“ sowie den Leitspruch der Bruderschaft „Für GLAUBE – SITTE – HEIMAT“.
Das erste Königsschießen der Hubertus Kompanie fand am 8. Juli in den Gartenanlagen des Vereinslokals „Grunewald“, Inh. Adolf Doppstadt statt (der heutigen Tagesstätte der AWO Lintorf). Der erste König wurde Fritz Kröll, der bereits in den Jahren 1920 – 1922 Lintorfer Bruderschaftskönig war. Ihm wurde das neue Königssilber und der Königin das silberne Krönchen als Zeichen ihrer Würde angelegt.
Am 10. Juli 1955 verstarb im Alter von 57 Jahren der 1. Vorsitzende Ferdinand Fitzen, ein herber Verlust für die Kompanie. Ihm folgte als 1. Vorsitzender Fritz Rosendahl. Aber auch ihm war es nicht vergönnt der Kompanie länger vorzustehen, bereits am 7. Mai 1958 verstarb er ebenfalls im Alter von 57 Jahren.
Für die Hubertus Kompanie hieß es wieder einen neuen 1. Vorsitzenden zu wählen. Am 29. September 1958 wurde Peter Herrmanns zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt, der bereits seit dem Jahr 1952 das Amt des Hauptmanns inne hatte. Für die damalige Zeit war es als besonders anzusehen, dass die auf Tradition bedachten „Büscher“ zum ersten Mal einen Lintorfer Neubürger, zwar in der Kompanie schon lange gedient, aber eben ein „Zugereister“, zu ihrem 1. Vorsitzenden wählten.
Die Hubertus Kompanie ist eine Formation, die die Tradition im allgemeinen und die des „Lintorfer Busches“ im besonderen pflegt. In den über 50 Jahren des Bestehens stellte die Hubertus Kompanie 3 Bruderschaftkönige: 1952/53 mit Sebastian Jakobs, 1957/58 Peter Herrmanns und 1971/72 mit Ewald Fink. Die Kronprinzenwürden erreichten: 1951/52 Armin Schnitzer, 1956/57 Paul Fink, 1957/58 Heinz Fink, 1962/63 Peter Laufs, 1964/65 Hans-Hermann Jakobs, 1989/90 Thomas Busch, 1992/93 Volker Nollen, 1994/95 Markus Busch und 1996/97 Matthias Melchert. Die Würde des Schülerprinzen erreichten: 1984/85 Volker Wenke, 1987/88 Michael Wilms und 1990/91 Markus Busch.
Im Jahr 1983 erfolgte ein Generationswechsel in der Vereinsführung. Nach 25-jähriger Tätigkeit stellte sich Peter Herrmanns nicht mehr zur Wahl und zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Hans Holtschneider gewählt. In seiner Amtszeit vollzog sich in kürzester Zeit eine enorme Verjüngung der Kompanie. 13 Jungschützen wurden neue Mitglieder. Bis zum Jahr 1997 leitete Hans Holtschneider die Kompanie recht erfolgreich, danach übernahm Lorenz Herdt, langjähriges Mitglied der Hubertus Kompanie die Position des 1. Vorsitzenden, und Hans Holtschneider wurde zum Ehrenvorsitzenden der Hubertus Kompanie ernannt.
Seit dem Bestehen der Hubertus Kompanie werden die anfallenden Arbeiten auf dem Hochstand am Schützenplatz zum Traditionsschießen von Schützenbrüdern der Hubertus Kompanie durchgeführt. So wurde im Jahr 1989, im Jahr des 500-jährigen Bruderschaftsjubiläums, auf Initiative der Hubertus-Schützen Heinz Blumenrath und Walter Nollen ein neuer Schießstand entsprechend der neu verlangten Sicherheitsbestimmungen errichtet. Seit 1991 liegt das Traditionsschießen und das sportliche Schießen in den bewährten Händen des neugewählten Schießmeisters Heinz Blumenrath. Seit 2002 wurden Walter Nollen und Uwe Adrian, die schon mehrere Jahre Heinz Blumenrath zur Seite standen, zu stellvertretenden Schießmeistern ernannt.
Abschließend darf eines nicht unausgesprochen bleiben: „Die Veranstaltungen der Hubertus Kompanie haben alle ihre eigene Note, und das schöne ist, dies sehen selbst die Schützenbrüder aus dem „Dörp“ (Hochdeutsch = Dorf) ein und geben es, wenn auch zögernd zu!